Flüchtlingsarbeit leicht gemacht: Freie Zeit ist geschenkte Zeit



Bei einem Netzwerktreffen haben sich am 16. März Vertreter unterschiedlicher Organisationen über eine bessere Zusammenarbeit bei Freizeitangeboten für junge Flüchtlinge in Bamberg ausgetauscht.


<img class="alignleft wp-image-75" src="http://groart.de/wp-content/uploads/2016/01/gro_fluchthelfer15-150x150.jpg" alt="" width="300" height="200" />Bam­berg – Die Dom­städ­ter wol­len hel­fen. Vie­le Ange­bo­te haben enga­gier­te Bür­ger aus Bam­berg in den ver­gan­ge­nen Mona­ten auf die Bei­ne gestellt, um Asyl­su­chen­den aus aller Welt das Ankom­men etwas leich­ter zu machen. Vor allem für die vie­len teils trau­ma­ti­sier­ten Jugend­li­chen ist es wich­tig, wie­der einen All­tag erle­ben zu kön­nen. Auch und gera­de im Bereich der Frei­zeit­ge­stal­tung. Um die­se Ange­bo­te für Sport und Frei­zeit bes­ser zu koor­di­nie­ren, haben sich am Mitt­woch (16. März) Ver­tre­ter ver­schie­de­ner Orga­ni­sa­tio­nen zusam­men­ge­setzt.

<img class="wp-image-358" src="http://groart.de/wp-content/uploads/2016/03/gro_netzwerktreffen-1-214x300.jpg" alt="Hubertus Schaller" width="107" height="150" />

Huber­tus Schal­ler

Ein­ge­la­den zum „2. Netz­werk­tref­fen Frei­zeit­an­ge­bo­te für jun­ge Flücht­lin­ge in Bam­berg“ hat­te der Vor­sit­zen­de des Stadt­ju­gend­rings Bam­bergs Huber­tus Schal­ler. „Ange­bo­te gibt es reich­lich, nun müs­sen wir ver­su­chen, die­se unter­ein­an­der noch bes­ser abzu­stim­men und zu ver­net­zen“, sagt Schal­ler. Ihm gehe es dar­um, eine ziel­ori­en­tier­te sowie dau­er­haf­te Platt­form zu schaf­fen und die Ange­bo­te zu lis­ten und zu koor­di­nie­ren. Gera­de jugend­li­che Hel­fer wären vol­ler Taten­drang, führt Schal­ler aus, wür­den aber an büro­kra­ti­schen Hür­den schei­tern, bezie­hungs­wei­se wüss­ten gar nicht Bescheid ob der vie­len Mög­lich­kei­ten.

<img class="size-medium wp-image-359" src="http://groart.de/wp-content/uploads/2016/03/gro_netzwerktreffen-2-300x200.jpg" alt="Wie lassen sich Freizeitangebote für junge Flüchtlinge besser koordinieren? Zahlreiche Verteter haben sich am Mittwoch zu einem Netzwerktreffen zusammengefunden. Foto: groart.de" width="300" height="200" />

Wie las­sen sich Frei­zeit­an­ge­bo­te für jun­ge Flücht­lin­ge bes­ser koor­di­nie­ren? Ver­schie­de­ne Orga­ni­sa­tio­nen haben sich am 16. März gemein­sam an einen Tisch gesetzt. Fotos: gro­art

Mit dem Stadt­ju­gend­ring aus­ge­tauscht haben sich:

Eben­falls dabei war Susan­ne Senne­fel­der, die den Fach­be­reich Frei­wil­li­ge­n­en­ga­ge­ment, Inte­gra­ti­on und Fami­li­en­freund­lich­keit der Stadt Bam­berg lei­tet. Sie stell­te den Anwe­sen­den bestehen­de Online-Platt­for­men vor, wel­che die zahl­rei­chen Ange­bo­te in der Stadt bün­deln und erläu­tern. Anbie­ten­de und Suchen­de kön­nen sich unter www.stadt-bamberg.de/asyl oder www.bamberg-hilft.com infor­mie­ren. Dort stel­len die Hel­fer ihre Arbeit vor, wer­ben Unter­stüt­zer und tei­len den Asyl­su­chen­den ihre Ange­bo­te mit.

Zusam­men Gesell­schafts­spie­le in den Gemein­schafts­un­ter­künf­ten aus­pro­bie­ren, Müll­sam­mel­ak­tio­nen mit dem Bund Natur­schutz oder inte­gra­ti­ve Sport­an­ge­bo­te des För­der­krei­ses gool­kids: Klar­ge­wor­den ist am Mitt­woch, dass es kei­nes­falls an Ide­en und Pro­jek­ten man­gelt. Bei pas­sen­den Räum­lich­kei­ten und aus­rei­chend ehren­amt­li­chen Hel­fern gibt es jedoch hin und wie­der Eng­päs­se. Auch um die­se Lücken zu fül­len, wol­len sich die unter­schied­li­chen Hel­fer dau­er­haft ver­net­zen. „Es muss nicht jeder das Rad neu erfin­den“, sagt Schal­ler. Anstatt dass jeder par­al­lel am ande­ren vor­bei arbei­te, müs­se man fes­te Struk­tu­ren ein­füh­ren. Das erleich­te­re die Arbeit für die vie­len Ehren­amt­li­chen und ver­bes­se­re die Ange­bo­te für die Schutz­su­chen­den.


Das nächste Netzwerktreffen findet statt am Donnerstag, 28. April, 17 Uhr, im Jugendhaus der Evangelischen Jugend, Egelseestraße 51.